Der AVEC-Kindergarten in Battambang

Patenschaft für den Kindergarten, nicht namentlich

Hier beginnt alles

Neunzehn Kinder werden ab drei Jahren im AVEC-Kindergarten in Battambang aufgenommen. Das erste Glied der Kette. Ohne das der Rest an Wirkung verliert.

Warum so früh beginnen

In Kambodscha haben viele Kinder aus armutsbetroffenen Familien vor der Schulpflicht keine strukturierte Betreuung. Keine Sozialisation, keine sprachliche Frühförderung, keine Vorlesegewohnheit, keine ausgewogenen Mahlzeiten. Mit sechs Jahren, wenn die Primarschule beginnt, besteht der Abstand zu den anderen Kindern bereits. Und je mehr Zeit vergeht, desto grösser wird er.

Ein Kind, das eine qualitativ hochwertige vorschulische Bildung erhält, hat dreissig Prozent mehr Chancen, die Primarschule abzuschliessen. Diese dreissig Prozent sind kein statistisches Detail: Es ist der Unterschied zwischen einem Kind, das auf dem Weg zur Qualifikation ist, und einem Kind, das das System vor dem zwölften Lebensjahr verlässt. Der Kindergarten ist kein Komfort. Er ist die rentabelste Investition der gesamten AVEC-Kette.

Was man hier lernt, was man hier erhält

Die sprachliche Frühförderung

Kinderreime, Geschichten, erste Wörter. Lernen, das zu benennen, was einen umgibt. Lernen, jemandem beim Sprechen zuzuhören. Das ist die Grundlage für alles Lernen, das danach kommt.

Die psychomotorische Entwicklung

Einen Stift halten, schneiden, kleben, rennen, springen, zeichnen. All diese Fähigkeiten, die Kinder aus wohlhabenden Familien zu Hause erwerben, ohne überhaupt daran zu denken. Fähigkeiten, für deren Entdeckung Kinder aus armutsbetroffenen Familien keine Zeit hätten.

Die Sozialisation

In der Gruppe leben, teilen, auf die Reihe warten, einen Konflikt ohne Gewalt lösen. Den Boden bereiten, damit der Eintritt in die Primarschule mit sechs Jahren keine unüberwindbare Mauer ist.

Ausgewogene Mahlzeiten

Mindestens eine vollständige Mahlzeit pro Tag. Für Kinder, deren Ernährung zu Hause sich manchmal auf Reis beschränkt, ist das ein messbarer Wechsel des Ernährungsstandards, der sich auf ihrer Wachstumskurve zeigt.

Die medizinische Betreuung

Regelmässige Kontrollen, Impfungen, Früherkennung. Viele Kinder haben vor ihrer Ankunft im Kindergarten noch nie einen Arzt gesehen. Hier werden Wachstumsrückstände aufgeholt, Störungen erkannt und Irreversibles verhindert.

Der Familienkontakt

Der Kindergarten ist auch unser erster Zugang zu den armutsbetroffenen Familien im Quartier. Die Erzieherinnen erkennen Risikosituationen, melden, was gemeldet werden muss, und begleiten die Eltern.

Werden Sie Pate des Kindergartens

Das zugänglichste der fünf Formate, weil der Bedarf pro Kind in diesem Alter bescheidener ist. Und langfristig das wirksamste: Jeder hier investierte Franken vervielfacht sich in allen nachfolgenden Programmen.

25 CHF

pro Monat
Grundunterstützung

50 CHF

pro Monat
Mahlzeiten und Betreuung

90 CHF

pro Monat
Vollständiger Platz

Sie können jederzeit aufhören. Die Spende ist in der Schweiz und in Frankreich steuerlich absetzbar.

Was Sie erhalten

Der Quartalsbericht des Kindergartens

Viermal im Jahr konkrete Neuigkeiten zu den Aktivitäten, Fotos von Werkstätten (Gesichter unscharf), Berichte über kleine Fortschritte, die in Wirklichkeit grosse Erfolge sind.

Ein Willkommenspaket

Eine unterschriebene Karte, ein Foto des Betreuungsteams, ein detailliertes Merkblatt zu den finanzierten Massnahmen, anonymisierte Zeichnungen der Kinder aus dem Kindergarten.

Ein möglicher Besuch

Ein- bis zweimal im Jahr organisiert AVEC Patenbesuche im Kindergarten. Sie sehen die Werkstätten, tauschen sich mit den Erzieherinnen aus und verstehen, wohin Ihr Geld fliesst.

Häufige Fragen

Warum nur neunzehn Kinder?

Weil die Qualität von der Betreuung abhängt. Eine Betreuungsperson für sechs Kinder in diesem Alter, das ermöglicht die nötige individuelle Aufmerksamkeit. Die Zahl der aufgenommenen Kinder zu erhöhen, ohne das Team zu vergrössern, würde die Qualität der Betreuung senken. Wir ziehen es vor, den Standard zu halten und einen zweiten Kindergarten zu schaffen, sobald wir die Mittel dazu haben.

Wie werden die aufgenommenen Kinder ausgewählt?

Nach sozialen Kriterien: armutsbetroffene Familien im Quartier, oft alleinerziehende Eltern (alleinstehende Mütter, Einelternfamilien), Kinder in einer bildungsbezogenen Risikosituation. Die Identifikation erfolgt durch die AVEC-Teams vor Ort und durch unser Netzwerk lokaler Partner.

Was wird aus diesen Kindern nach dem Kindergarten?

Die meisten treten in die öffentliche Primarschule ein, mit einer messbar besseren Integration als nicht vorschulisch betreute Kinder. Einige schliessen sich anschliessend unseren Programmen zur schulischen Unterstützung an. Einige wenige wurden leider auch im Kinderschutzzentrum aufgenommen, als sich ihre familiäre Situation verschlechterte.

Warum werden die Gesichter der Kinder nicht gezeigt?

Weil sie zwischen drei und sechs Jahre alt sind. Sie können nicht einwilligen, in einer Spendenkampagne aufzutreten. Ihre Privatsphäre hat Vorrang vor der Marketingwirksamkeit. Unsere vollständige Ethik wird hier erklärt.