
Von der ersten Aufnahme bis zur ersten Stelle
AVEC begnügt sich nicht mit Nothilfe. Wir begleiten jedes Kind langfristig: von der Dringlichkeit des ersten Tages bis zur Selbstständigkeit der ersten Stelle. Sechs Programme, eine gemeinsame Überzeugung: Die Herkunft eines Kindes darf nicht über sein Schicksal entscheiden.

Programm 1
Ein Refugium, in dem aus zerbrochenen Schicksalen freie Leben werden
26 aufgenommene Kinder
Das Refugium von AVEC, von den Nachbarn «Kindesinsel» genannt, ist ein begrünter, blühender Ort, an dem 26 Kinder finden, was ihnen das Leben verwehrt hatte: ein sicheres Dach über dem Kopf, drei Mahlzeiten pro Tag, eine Schulbildung, psychologische Begleitung und vor allem Erwachsene, auf die sie zählen können.
Jede Aufnahme folgt einem strikten Verfahren gemäss kambodschanischem Recht, in Partnerschaft mit dem Ministerium für soziale Angelegenheiten (MoSVY) und der Polizei von Battambang. Der Ansatz von AVEC ist einzigartig: Wir trennen Geschwister nie. Wird ein Mädchen aus dem Menschenhandel gerettet, werden ihre Schwestern und Brüder gemeinsam mit ihr aufgenommen.
Der Weg jedes Kindes verläuft in drei Phasen: Stabilisierung (0 bis 6 Monate), Resozialisierung (6 Monate bis mehrere Jahre) und schliesslich Verselbstständigung (bis 25 Jahre). 2025 wurden drei Jugendliche mit kontinuierlicher Begleitung in ihre Familien reintegriert.
Programm 2
Bildung als Schutzwall gegen Menschenhandel
156 unterstützte Schulkinder im Jahr 2025
In den Schulen von Chrap Krasang und Sala Balat unterstützt AVEC 100 Familien und verteilt viermal jährlich Hefte, Stifte, Uniformen und Nahrungsmittel. Dreitausend Kilo Reis, 1 800 Flaschen Sauce, 2 886 Hefte, 350 Schultaschen, 322 Hemden: Das sind nicht nur Zahlen, das sind Gründe, in der Schule zu bleiben.
Innerhalb eines Jahres ist die Schülerzahl der Schule von Daksosor von 70 auf 200 gestiegen. Zwischen den Verteilaktionen besuchen unsere Teams die verletzlichsten Familien. Es geht nicht nur um Material: Es ist eine geduldige Arbeit an den Denkweisen, damit Bildung in jedem Haushalt zur Priorität wird.


Programm 3
Eine Nähmaschine und eine Zukunft
17 Absolventinnen im Jahr 2025
Junge alleinerziehende Mütter, zu jung verheiratete Frauen, Frauen aus abgelegenen Regionen: Die Näherei nimmt jene auf, die das System vergessen hat. 2025 schrieben sich 21 Studentinnen ein, davon 11 aus entlegenen Regionen. Auch eine Studentin mit einer Behinderung absolvierte den gesamten Lehrgang.
Innerhalb weniger Monate lernen sie Zuschnitt, Design und Unternehmensführung. Jede Absolventin kehrt mit einer Nähmaschine, marktfähigen Fähigkeiten und einem neuen Selbstbild in ihr Dorf zurück. 2025 erhielten 17 der 21 eingeschriebenen Frauen ihr Diplom, und jede Einzelne kehrte mit ihrer Nähmaschine zurück.
Programm 4
Ein Tor zur Welt
1 454 Kurseinschreibungen im Jahr 2025
In der Provinz Battambang haben nur 12 % der jungen Menschen auf dem Land Zugang zu einem qualitativ guten Englischkurs. 8 % zu Informatik. Das Zentrum von AVEC schliesst diese Lücke: 1 120 Englischlernende, 334 in Informatik, verteilt auf vier Trimester.
Hier ist ein Computerbildschirm kein Luxus. Er ist ein Tor zur Welt. 2025 wurden 12 Laptops an Universitätsstipendiaten übergeben, gespendet von französischen Spendern. Das Zentrum plant, Programmierkurse hinzuzufügen, mit einem Ziel: bis 2030 jährlich 300 junge Menschen auszubilden.


Programm 5
Den Kreislauf der Armut durch Bildungsabschlüsse durchbrechen
63 % erreichen die Universität
In einem Dorf, in einer Familie bewegt eine Frau, die an die Universität geht, etwas. Das Stipendienprogramm unterstützt Studentinnen wie Chhoun Nimol (Lebensmitteltechnologie), Rorn Dinan (englische Literatur) und Sar Rosana (Gymnasium). Drei Werdegänge, die beweisen, dass der Kreislauf der Armut durchbrochen werden kann.
Bereits zum vierten Jahr in Folge entsendet AVEC aussergewöhnliche Studierende an die Villars Palace Academy in der Schweiz für eine Ausbildung in Hotellerie auf internationalem Niveau. 2025 traten vier Studierende (davon drei Mädchen) in die Akademie ein. 63 % der Kinder, die bei AVEC waren, erreichen die Universität, gegenüber weniger als 5 % bei der ländlichen Bevölkerung Kambodschas.
Programm 6
Hier beginnt alles
19 aufgenommene Kinder
Der Kindergarten ist der erste Kontaktpunkt zwischen AVEC und den bedürftigen Familien des Quartiers. Sprachliche Frühförderung, psychomotorische Entwicklung, Sozialisation: Ein Kind, das eine qualitativ gute Vorschulbildung geniesst, hat 30 % höhere Chancen, die Primarschule abzuschliessen. Hier beginnt alles.

Jedes Programm besteht dank den Patinnen und Paten sowie den Spenderinnen und Spendern.

