Von AVEC unterstütztes kambodschanisches Schulkind

Schulpatenschaft: nicht namentlich

Bildung als Bollwerk gegen den Kinderhandel

2025 wurden 156 Schulkinder in den öffentlichen Schulen von Battambang unterstützt. Kein Waisenhaus, keine Platzierung. Nur genug, um in der Schule zu bleiben, wenn alles andere zum Abbruch drängen würde.

Die öffentliche Schule ist kostenlos. Theoretisch

In Kambodscha ist die öffentliche Schule offiziell gebührenfrei. In der Praxis kosten die Uniformen, kostet das Schulmaterial, kosten die Transporte, kosten die informellen Elternbeiträge. Für die ärmsten Familien machen diese kumulierten Kosten den Schulbesuch unerreichbar. Der Schulabbruch ist massiv, besonders bei den Mädchen, besonders beim Übergang in die Sekundarschule.

Hinter dem Schulabbruch steckt oft noch mehr. Ein Kind, das mit zehn oder zwölf Jahren nicht mehr zur Schule geht, wird zur Zielscheibe. Für informelle Textilfabriken, für Baustellen, für Kinderhandelsnetzwerke. Ein Kind in der Schule zu halten, ist nicht nur eine Investition in Bildung. Es ist eine Massnahme zum physischen Schutz.

Wie AVEC diese Schulen unterstützt

Unsere Methode besteht nicht darin, jedes Kind einzeln zu finanzieren, sondern ein Netzwerk von Partnerschulen in der Provinz Battambang zu unterstützen. Drei Hauptschulen: Chrap Krasang, Sala Balat, Daksosor.

2025 kostete das Schulmaterial für 156 Schulkinder 6 566 Dollar, rund 42 Dollar pro Kind. Diese Zahl sagt nicht alles: Die Zeit unserer Teams, die Besuche in den Dörfern und die Fahrten mit dem Motorrad, immer zu zweit aus Sicherheitsgründen, kommen hinzu und werden mit unseren anderen Programmen geteilt.

Vierteljährliche Verteilungen

Viermal im Jahr verteilt AVEC in den Partnerschulen: Hefte, Stifte, Uniformen, Schultaschen, Lebensmittel für die ärmsten Familien.

Unterstützung der Familien

Hundert Familien werden direkt unterstützt. Regelmässige Lebensmittel, soziale Begleitung. Ein Kind kann nicht in Ruhe lernen, wenn seine Familie hungert. Genau darum geht es.

Hausbesuche

Zwischen den Verteilungen besuchen unsere Teams die verletzlichsten Familien. Es ist eine geduldige Arbeit an den Denkweisen, damit Bildung zu einer familiären Priorität wird, nicht zu einer Option.

Die konkreten Zahlen von 2025

156

Unterstützte Schulkinder

In den drei Partnerschulen der Provinz

2 886

Verteilte Hefte

Dazu 350 Schultaschen und 322 Uniformhemden

3 000 kg

Verteilter Reis

1 800 Flaschen Sauce, Lebensmittelhilfe für die 100 Familien

70 → 200

Unser historischer Beweis

Bereits im ersten Jahr, 2005, stieg die Schule von Daksosor von 70 auf 200 Schulkinder. Die Einschreibungen haben sich fast verdreifacht.

Werden Sie Pate oder Patin der Schulbildung

Sie finanzieren die vierteljährlichen Verteilungen, die Familienbesuche, die Lebensmittelhilfe. Sie übernehmen keine Patenschaft für ein namentlich genanntes Kind. Sie übernehmen eine Patenschaft für das Programm, das Kinder in der Schule hält.

CHF 35

pro Monat
Ein Kind in der Schule

CHF 70

pro Monat
Unterstützte Familie

CHF 120

pro Monat
Ganze Klasse

Sie können jederzeit aufhören. Die Spende ist in der Schweiz und in Frankreich steuerlich abzugsfähig.

Häufige Fragen

Warum öffentliche Schulen unterstützen statt eine eigene AVEC-Schule zu gründen?

Weil es nicht darum geht, den kambodschanischen Staat zu ersetzen, sondern die Lücken zu schliessen. Die öffentliche Schule existiert, sie hat Lehrpersonen, sie hat Gebäude. Was ihr fehlt, ist das, was arme Familien davon abhält, ihre Kinder dorthin zu schicken. Unsere Rolle ist es, diese Hindernisse zu beseitigen, nicht ein Parallelsystem aufzubauen.

Wie stellen Sie sicher, dass die Hilfe wirklich bei den Kindern ankommt?

Die Verteilung erfolgt vor Ort durch unser Team, in Anwesenheit der Schulleitungen, mit einer von den Schulen geführten Namensliste. Kontrollbesuche der Sentinelles. Jährliches Audit der Konten. Die Rückverfolgbarkeit wird auf einem Niveau gehalten, das die üblichen Standards der Branche übertrifft, weil das der einzige Weg ist, das Vertrauen der Spender zu bewahren.

Was gilt speziell für Mädchen?

Der Schulabbruch bei Mädchen ist beim Übergang in die Sekundarschule massiv, im Alter von etwa zwölf Jahren. Das ist das Alter, in dem Frühehe, Hausarbeit oder der Weggang in eine Textilfabrik zu Optionen werden, die von den Familien vorgeschlagen werden. AVEC schenkt diesem Wendepunkt besondere Aufmerksamkeit, mit einer verstärkten familiären Begleitung für die Mädchen, die wir als gefährdet einstufen.

Erhalte ich den Vornamen und das Foto eines Patenkindes?

Nein. Diese Kinder sind minderjährig und schutzbedürftig, sie können keiner Teilnahme an einer Spendenkampagne zustimmen. Sie erhalten das vierteljährliche Programmjournal mit Gruppenfotos und anonymisierten Zeugnissen. Unsere vollständige Ethik wird hier erklärt.